Die PLUS-Studie ist eine nationale Machbarkeitsstudie, ob und wie ein strukturierter Ansatz zur Sicherheitskultur in Schweizer Gesundheitsorganisationen umgesetzt werden kann.
Sie ist Teil der Nationalen Qualitätsstrategie Schweiz und des Projekts Sicherheitskultur – Konzept- und Machbarkeitsstudie, das durch die Eidgenössischen Qualitätskommission (EQK) in Auftrag gegeben und finanziert wurde.
Die PLUS-Studie konzentriert sich auf Lernen, Testen und kontinuierliche Verbesserung und ist nicht als Leistungsbewertung oder Benchmarking-Instrument gedacht.
PLUS ist ein strukturierter, kollaborativer Ansatz, der Gesundheitsorganisationen hilft, die Ergebnisse der Sicherheitskulturbewertung in praktische, lokal relevante Massnahmen umzusetzen.
Er ist in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens anwendbar und fördert die Mitgestaltung, die Befähigung, den Dialog und die Nachhaltigkeit.
Die Sicherheitskultur spiegelt wider, wie Menschen denken, handeln und zusammenarbeiten, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten. Sie bildet die Grundlage für eine sichere, qualitativ hochwertige Versorgung und wird durch gemeinsame Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen auf allen Organisationsebenen geprägt.
Eine starke Sicherheitskultur ist eine wichtige Voraussetzung für die Patientensicherheit. Während viele Organisationen ihre Bedeutung erkennen, fehlt es in der Schweiz derzeit an einem landesweit erprobten und strukturierten Ansatz zur Entwicklung einer Sicherheitskultur. Die PLUS-Studie behebt diese Lücke.
PLUS wird in 10 Gesundheitsorganisationen durchgeführt, um zu erfahren:
Die Ergebnisse werden in nationale Empfehlungen und künftige Massnahmen zur Sicherheitskultur einfliessen und sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene verbreitet werden.
Einfluss auf die nationale Politik und die künftige Ausrichtung:
Vorteile für die eigene Organisation:
Die Teilnahme erfordert nur ein sehr begrenztes und klar definiertes Engagement:
Der gesamte Zeitaufwand beträgt ca. 20–25 Stunden pro Organisation im Verlauf der Studie, ohne die Zeit für das Ausfüllen der einzelnen Umfragen.
Der Gesamtzeitraum der Studie erstreckt sich von Februar 2026 bis Februar 2027 und ist in drei Phasen gegliedert:
Die Organisationen werden gestaffelt zwischen Februar und Juli 2026 beginnen und das Projekt im Februar 2027 gemeinsam abschliessen.
Teilnehmende Organisationen erhalten:
Weitere Materialien werden im Laufe der Studie hinzugefügt.
Die Studie wird von Prof. Guy Haller (Hôpitaux universitaires de Genève, Universität Genf) und Prof. Michael Simon (Universität Basel) geleitet und von H+ Die Spitäler der Schweiz, Patientensicherheit Schweiz und der Universitären Medizin Schweiz unterstützt.
Wenn Sie mehr über die PLUS-Studie erfahren oder die Teilnahme Ihrer Organisation prüfen möchten, wenden Sie sich bitte an das PLUS-Studienteam.